Jemand schaut auf den Bildschirm und stolpert:
Da steht EBM. Was ist EBM?
Gemeint war Ebm — Es-Moll. Aber die Anzeigeschrift der App hatte keine Kleinbuchstaben, und deshalb wurde aus Ebm beim Rendern EBM.
Das ist kein Schönheitsfehler
Bei den meisten Schriftproblemen geht es um Geschmack. Hier nicht. EBM liest sich als anderer Akkord, nicht als anderer Stil. Aus Em wurde EM. Wer vom Blatt spielt und schnell schaut, greift daneben.
Ein Darstellungsfehler, der die Information verändert, ist kein Darstellungsfehler mehr.
Die Lösung liegt nicht in der Größe
Der naheliegende Reflex wäre, das b kleiner zu setzen. Das behebt aber nur den Anschein: Ein kleines B ist immer noch ein B.
Die Wurzel ist, dass ein Vorzeichen kein Buchstabe ist. Also steht dort jetzt eins:
- Grundton groß, in der Anzeigeschrift
- Vorzeichen als ♭ oder ♯ — Musikzeichen, kein Buchstabe
- Zusatz (
m,maj7,sus4) klein, in einer Schrift mit Kleinbuchstaben
Ein ♭ kann man mit keinem Buchstaben verwechseln. Das ist der ganze Trick.

Eure Tonart und die des Originals
Am Song stehen beide. Eure ist die, in der ihr spielt — meistens verschoben, weil es für eine Stimme angenehmer ist. Die des Originals steht daneben, für den Fall, dass jemand die Platte im Ohr hat und sich wundert.
Transponieren verschiebt die Anzeige, nicht die Wahrheit
Im Übe-Modus kannst du die Akkorde hoch- oder runterschieben, wenn du eine andere Lage brauchst. Diese Einstellung lebt nur in deiner Übe-Sitzung und wird bewusst nicht gespeichert.
Der Grund: Sonst überschriebe eine private Übe-Einstellung die notierte Band-Tonart. Was die Band spielt, ändert die Band — nicht der, der gerade allein am Küchentisch übt.
H oder B
Deutsche Musiker sagen H, wo international B steht. Beides ist richtig, je nachdem, wo man gelernt hat. In den Einstellungen stellt ihr die Akkord-Schreibweise einmal um, und die ganze App folgt.
Auf der Bühne fragt jemand: „Sind wir in Eb oder in E?" Steht am Song. Und daneben steht, was im Original stand.
Als Nächstes: Können wir den?