Im Kalender steht „Samstag Gig". Für jemanden, der noch Kinder wegbringen oder von der Arbeit kommen muss, ist das keine Information, sondern eine Vermutung.
Wann muss ich da sein?
Die Antwort steht meistens in einer Sprachnachricht von vor drei Wochen. Also fragt man nochmal, und jemand tippt sie zum vierten Mal.
Ein Auftritt ist kein Zeitpunkt
Er ist ein Abend mit Stationen:
- 17:00 Aufbau
- 18:30 Soundcheck
- 20:30 erster Satz
- 22:00 zweiter Satz
Wer nur zum zweiten Satz gebraucht wird, muss nicht um fünf da sein. Wer die Anlage fährt, schon. Ein einzelner Uhrzeit-Eintrag zwingt entweder alle auf den frühesten Zeitpunkt oder lässt alle raten.

Der Ablauf gehört zum Termin
Nicht in eine Nachricht, nicht in ein Dokument, das jemand verschickt hat. Am Termin, an dem er stattfindet — dort, wo man ohnehin nachschaut, wenn man wissen will, was Samstag ist.
Damit ist er auch drei Wochen später noch da, ohne dass jemand einen Chat durchsuchen muss.
Und die Setlist hängt daran

- 15 Songs — die für diesen Abend, nicht das ganze Repertoire
- 52 Minuten — gerechnet aus den Längen der Stücke, nicht geschätzt
- Sets und Pausen — in der Reihenfolge des Abends
Die gerechnete Spielzeit ist der Grund, warum es sich lohnt, an den Songs die Länge zu pflegen: Aus einer Liste wird damit eine Aussage darüber, ob der Abend aufgeht.
Samstag, 16:40: „Bin gleich da." Weil du weißt, dass um 17:00 Aufbau ist — und nicht erst danach fragen musstest.
Als Nächstes: Ich steh vor der falschen Tür