How-to · Tempo

Wie schnell war das nochmal?

Die Probe stockt, weil niemand weiß, wie schnell es losgeht:

Wie schnell war das nochmal?

Dann sucht jemand die Aufnahme, hört rein, zählt mit und sagt eine Zahl. Die stimmt ungefähr. Und sie wird nirgends aufgeschrieben, also läuft dasselbe beim nächsten Mal wieder ab.

Vier Takte mittippen

Im Songkopf steht TAP. Du tippst im Takt mit, vier Takte reichen, und die Zahl steht drin.

Tempo, Tonart, Takt und Dauer stehen am Song.
Tempo, Tonart, Takt und Dauer stehen am Song.

Das ist kein Detail für Perfektionisten. Es ist der Unterschied zwischen einer Zahl, die in einem Kopf existiert, und einer, die die Band hat.

Euer Tempo, nicht das vom Original

Bands spielen Stücke fast nie genau so schnell wie die Aufnahme. Mal ein bisschen schneller, weil es live besser trägt, mal langsamer, weil der Text sonst nicht sitzt.

Was am Song steht, ist deshalb ausdrücklich eure Fassung — die, auf die ihr euch geeinigt habt. Nicht die Zahl aus einer Datenbank.

Und der Player richtet sich danach

Sobald das Tempo am Song steht, benutzen es alle Werkzeuge, die etwas mit Zeit zu tun haben:

Das Tempofeld im Player spricht dabei dieselbe Sprache wie der Rest der App: Du tippst Schläge pro Minute ein, keinen Faktor. Niemand denkt in „0,85 mal Originalgeschwindigkeit".

Wenn kein Tempo hinterlegt ist

Dann fällt dasselbe Feld auf Prozent zurück, statt zu verschwinden. Eine Funktion, die je nach Pflegezustand mal da ist und mal nicht, ist schlimmer als eine, die einen Notbehelf anbietet.


Nächste Probe, jemand zählt zu schnell ein. Merkt ihr sofort — die Zahl steht am Song, und das Metronom klickt sie mit.

Als Nächstes: Da steht EBM. Was ist EBM?

Und die Tonart daneben

Tempo und Tonart werden in derselben Zeile gefragt, also stehen sie auch nebeneinander: eure Tonart und daneben die des Originals — für den Fall, dass jemand die Platte im Ohr hat.

Ein Detail daran ist wichtiger, als es klingt. In vielen Apps steht dort „EBM“, weil die Anzeigeschrift keine Kleinbuchstaben kennt. EBM ist aber kein Schreibfehler, sondern ein anderer Akkord — wer vom Blatt spielt und schnell hinschaut, greift daneben. Ein Darstellungsfehler, der die Information verändert, ist keiner mehr.

Deshalb steht bei uns ein Musikzeichen: Grundton groß, ♭ oder ♯ als Vorzeichen, der Zusatz klein in einer Schrift, die Kleinbuchstaben hat. Ein ♭ lässt sich mit keinem Buchstaben verwechseln. Ob bei euch H oder B steht, stellt ihr einmal ein.