Es ist der Sonntagabend vor der Probe, du gehst die Setlist durch und arbeitest dich durch drei Stücke, bei denen du am Ende gar nicht mitspielst.
Nicht weil es niemand gesagt hätte. Sondern weil es niemand aufgeschrieben hat.
Die Besetzung gehört an den Song
Nicht an die Band — an das einzelne Stück. Bei Nature Boy spielt kein Schlagzeug. Bei zwei Stücken singt jemand anders. Bei dreien kommt das Sax dazu.

Das ist nichts, worüber man diskutieren muss. Man muss es nur sehen.
Was daran hängt
Die Besetzung ist keine Deko, sondern eine Angabe, mit der andere Teile der App rechnen:
- Die Übe-Liste zeigt dir, was dich betrifft. Stücke, in denen du nicht vorkommst, tauchen nicht als Übungsbedarf auf.
- Die Setlist zeigt, wer wann auf der Bühne steht — und wer zwischendurch runter kann.
- Aufgaben und Bewertungen landen bei denen, die spielen.
Eine falsch gepflegte Besetzung kostet also nicht nur Übersicht, sondern echte Abende.
Keine Hierarchie
Jedes Bandmitglied darf die Besetzung ändern. gig.ly kennt keine Admin-Schranken, wo es keinen zwingenden Sicherheits- oder Datenschutzgrund gibt.
Das ist eine bewusste Entscheidung und gilt für die ganze App: Wer beitragen kann, darf beitragen. In einer Band, in der nur eine Person Dinge eintragen darf, trägt am Ende nur diese eine Person etwas ein — und hört irgendwann auf.
Wer nicht in Listen auftauchen will
Am Mitglied gibt es den Schalter „In Besetzungsanzeige anzeigen". Wer ihn abschaltet, bleibt vollwertiges Bandmitglied, erscheint aber nicht in der Besetzungsspalte der Songlisten.
Gedacht ist das für Fälle, in denen die Spalte sonst unlesbar würde — Aushilfen, Gäste, jemand, der bei zwei von vierzig Stücken mitspielt.
Sonntagabend, zwei Stunden gespart. Weil du gesehen hast, dass bei den drei Stücken kein Sax vorkommt.
Als Nächstes: Ich spiele zwei Instrumente