How-to · Üben

Üben ist Privatsache

Der Einwand kommt, sobald eine App anfängt, sich fürs Üben zu interessieren:

Üben ist Privatsache.

Stimmt. Niemand will, dass die Band sieht, wie oft er ein Stück durchgegangen ist oder wo es hakt. Und genau deshalb ist der Übe-Modus so gebaut, wie er gebaut ist.

Öffentliche Mitte, privater Rand

In der Mitte liegt, was der Band gehört: das Taktraster, die Noten, der Text. Das ist gemeinsames Material, an dem alle arbeiten.

Am Rand liegt, was dir gehört: deine Notizen, deine Aufgaben, deine Einstufung, deine Mitschnitte.

Deine Einschätzung — nur deine.
Deine Einschätzung — nur deine.

Damit ist die Berechtigungsgrenze die Position auf dem Bildschirm. Du musst nie überlegen, ob etwas gerade öffentlich ist. Was am Rand steht, sieht keiner.

Was der Band trotzdem hilft

Aus den privaten Einstufungen entsteht ein Bild, das niemanden benennt: nicht wer was nicht kann, sondern wo es hakt. Ein Stück, bei dem vier von sechs auf „übe dran" stehen, ist der nächste Punkt auf dem Probenplan — und niemand musste sich dafür melden.

Die Liste sortiert sich nach Bedarf

Was offen ist, steht in der Übersicht.
Was offen ist, steht in der Übersicht.

Der letzte Punkt ist wichtig: Eine Sortierung, die man nicht überstimmen kann, ist eine Bevormundung. Du darfst immer entscheiden, dass heute etwas anderes dran ist.

Was der Übe-Modus dir abnimmt

Und was nicht mitgeschrieben wird

Wie lange du geübt hast, wird nicht zur Kennzahl für die Band. Es gibt keine Rangliste, kein Streak, keine Auswertung, wer fleißiger war. Das wäre die schnellste Art, einer Band das Üben zu verleiden.


Zwanzig Minuten Zeit, und die Frage „Was üb ich jetzt?" beantwortet sich beim Öffnen — sortiert nach dem, was in zwei Wochen auf der Bühne gebraucht wird.

Zurück zum Anfang: Nicht schon wieder ein Tool