Beim Abendessen fragt jemand, ob du am Zwölften Zeit hast. Du schaust in den Kalender auf dem Handy — der Zwölfte ist leer. Du sagst zu.
Der Zwölfte ist der Gig im Stadl.
Zwei Kalender, ein Mensch
Der Bandtermin steht dort, wo die Band ist. Arbeit, Kinder, Urlaub und der Zahnarzt stehen dort, wo dein Leben ist — im Kalender auf dem Telefon. Solange beides getrennt liegt, musst du bei jeder Frage in zwei Programme schauen, und irgendwann schaust du nur noch in eins.
Das ist kein Ordnungsproblem. Es ist der Grund, warum Bands Termine doppelt buchen.
Ein Link, und die Termine kommen von allein
In der Terminliste öffnest du über das Menü rechts oben Kalender abonnieren und tippst auf In der Kalender-App öffnen. Dein Kalenderprogramm fragt einmal nach, ob es den Kalender anlegen soll. Danach stehen die Bandtermine zwischen deinen anderen Terminen.

Wichtig ist der Unterschied zwischen herunterladen und abonnieren. Eine heruntergeladene Datei ist ein Foto vom heutigen Stand: Wird die Probe verlegt, bleibt im Kalender die alte Uhrzeit stehen. Ein Abo ist ein Fenster — dein Kalenderprogramm fragt in seinem eigenen Takt nach und zieht Änderungen nach, ohne dass jemand etwas verschickt.
Im Kalender steht, wann du da sein musst
Ein Gig fängt um 20:00 an. Da sein musst du um 18:00, weil um 18:00 Aufbau ist.
Deshalb trägt der Kalendereintrag die Trefferzeit als Beginn, wenn am Termin eine eingetragen ist. Der Auftrittsbeginn steht darunter in der Beschreibung, zusammen mit dem Ende. So blockt der Eintrag den Teil des Abends, an dem du tatsächlich nicht zu Hause bist — und wer den Kalender mit dir teilt, sieht dasselbe.
Ist keine Trefferzeit eingetragen, zählt der Beginn. Steht gar keine Uhrzeit da, wird der Termin ganztägig.
Der Ablaufplan kommt mit
Was am Termin als Ablauf steht, steht auch im Kalendereintrag:
- 18:00 Aufbau — PA steht schon, nur Backline
- 19:00 Soundcheck
- 19:30 Essen — im Nebenraum
- 20:00 erstes Set — 45 Minuten
Dazu die Adresse im Ortsfeld, so dass ein Tipp die Navigation startet, deine Rückmeldung zum Termin, und ganz unten der Link zurück zum Termin in gig.ly. Im Auto brauchst du damit nichts zu öffnen außer dem Eintrag, der ohnehin schon aufgeht.
Nur deine Termine
Im Kalender landen die Termine, für die du gebraucht wirst. Wer bei der Bläser-Probe nicht dabei ist, bekommt sie nicht in seinen Kalender — und wer absagt, hat den Abend dort wieder frei.
Solange deine Rückmeldung fehlt oder der Termin erst angefragt ist, steht der Eintrag unter Vorbehalt. Apple und Google zeichnen ihn blasser, Outlook schraffiert ihn. Du siehst also am Kalender, wo noch etwas von dir aussteht, ohne die App zu öffnen.
Der Link gehört dir
Jeder in der Band hat seinen eigenen, und er besteht aus vierzig zufälligen Zeichen. Ein Kalenderprogramm kann sich nirgends anmelden — deshalb ist der Link selbst der Schlüssel, und du solltest ihn behandeln wie einen.
Das hat eine angenehme Seite: Wer den Link von dir bekommt, sieht die Termine auch ohne Konto. Der Partner, der die Wochenenden plant, die Eltern, die fahren. Und wenn der Link einmal im falschen Gruppenchat landet, erzeugst du im selben Dialog über Neuer Link einen neuen; der alte zeigt ab dann nichts mehr.
Wer in drei Bands spielt, hat drei Links und kann jedem Kalender im Programm eine eigene Farbe geben.
Beim Abendessen fragt wieder jemand nach dem Zwölften. Du schaust in denselben Kalender wie immer, siehst „Gig im Stadl, ab 18:00" und sagst: geht nicht.
Als Nächstes: Ich steh vor der falschen Tür