Die Frage mitten im Stück ist immer dieselbe: Wo war nochmal die Bridge? Der Aufbau beantwortet sie nicht als Text, sondern als Leiste, an der man entlangschaut.
Die Teile anlegen#

Intro, Strophe, Refrain, Bridge — mit der Zahl der Takte, die jeder Teil wirklich hat. Bei einem normalen Popsong sind das zwei Minuten Arbeit, und es geht ganz ohne Aufnahme.
Hängt eine Referenzaufnahme am Song, kann eine Analyse Takte, Tempo und Abschnitte vorschlagen. Von Hand ist gleichwertig, nicht der Notbehelf.
Teile ändern, ohne neu anzufangen#

Über den Stift in der Karte. Teile ziehen, Taktzahlen ändern, Abschnitte einfügen — über Knöpfe, nicht über einen zwei Pixel breiten Ziehgriff.
Der Grund ist banal und trotzdem entscheidend: Mit der Gitarre in der Hand trifft man solche Griffe nicht.
Der Cursor läuft mit#

Beim Abspielen wandert eine Marke über die Leiste, Takt für Takt. Du siehst, wo im Stück du gerade bist. Und ein Tipp auf die Bridge lässt den Player dorthin springen.
„Nochmal ab der Bridge" ist damit ein Tipp, nicht dreimal Vorspulen und wieder danebenliegen.
Die Stelle in den Loop nehmen#
Tipp einen Teil an, und er ist im Loop. Tipp einen zweiten an, und der Loop geht über beide — die markierten Abschnitte laufen im Kreis, bis du sie wieder abwählst.
So übst du den Übergang von der Bridge in den letzten Refrain, ohne jedes Mal das halbe Stück mitzunehmen.
Vorzähler dazu#
Ein bis drei Takte Vorzähler, oder keinen. Der Knopf schaltet der Reihe nach durch. Der Vorzähler klickt im Songtempo mit und läuft auch dann, wenn die Stelle so früh im Stück liegt, dass vor ihr keine Aufnahme mehr ist — dann zählt gig.ly in der Stille vor.
Das ist der Unterschied zwischen „ich drücke Play und komme zwei Takte zu spät rein" und Üben.
Langsamer, ohne dass es schräg klingt#
Tempo und Tonhöhe sind zwei verschiedene Regler. Du kannst die Stelle auf 80 Prozent runterziehen, und sie klingt eine Terz nicht tiefer — die Tonhöhe bleibt, wo sie war.
Und umgekehrt: Du kannst die Aufnahme transponieren, ohne das Tempo anzufassen. Wenn die Band den Song einen Ganzton tiefer spielt als das Original, übst du zur Originalaufnahme in eurer Tonart.
Geübt, nicht gesucht.
Zwanzig Minuten Pause reichen für die Stelle, die seit drei Proben klemmt.